Gelungenes Comeback im ALLEGRO – Kulturraum Rahlstedt

Ein wenig nervös war das Team schon. Hat die lange Pause dem Projekt geschadet? Wie würde es am neuen Spielort sein? Kommt der ausgesuchte Film an? Und es war nicht gerade beruhigend, das kurz vor sieben noch immer kein einziger Zuschauer erschienen war.



Dabei hatte das Team von »Gabriel« sich sehr viel Mühe gegeben. Das Kulturcafé präsentierte sich einladend in hellen Farben, in der Küche war eine zum Film passende indische Suppe gezaubert worden, dazu gab es entsprechendes Gebäck. Fehlten nur noch die Besucher.



Dann plötzlich, wie ein heftiger Regenschauer, strömten die Rahlstedter durch die schmale Tür. Viele bekannte Gesichter, die Film Ab! die Treue gehalten hatten, aber auch zahlreiche neue Zuschauer. Als der Film dann begann, waren von den knapp 100 Plätzen nur noch ganz wenige unbesetzt.



Der Film Best Exotic Marigold Hotel erwies sich ebenfalls als eine gute Wahl. Die scharfzüngigen witzigen Dialoge lösten immer wieder Lachsalven aus, wobei das ernste Thema nie auf der Strecke blieb.



Sehr zufrieden über den gelungenen Neustart freut sich die Projektgruppe jetzt auf den Februarfilm Nokan, die Kunst des Ausklangs (am 24.02.).

Bilder: J. Seligmann

 

 

 

Die Kino-Projektgruppe feiert ihr Comeback

Übermorgen (27.01.2017) starten das KulturWerk Rahlstedt, der Rahlstedter Kulturverein, die Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt und der Bürgerverein Rahlstedt ihr gemeinsames Projekt mit einer neuen Runde von Filmabenden.

Ein paar Dinge haben sich geändert. Da wäre zum einen der Veranstaltungsort. Zukünftig zeigt »Film ab!« seine Filme im ALLEGRO – Kulturraum Rahlstedt, dem Kulturcafé des Gabriel e.V. im Güstrower Weg 2.



Für das gastronomische Wohl der Filmliebhaber wird das Team im Haus sorgen. Sofern die Möglichkeiten es zulassen, sollen auch wieder Speisen passend zum Film angeboten werden.

Geändert hat sich auch der Eintrittspreis. Um die Lizenzgebühren für die Filme zahlen zu können, musste die Projektgruppe diese leicht anheben. Der Normalpreis beträgt jetzt 6,- Euro. Mitglieder der Vereine und Kirchengemeinde zahlen 5,- Euro.

Gezeigt wird am Freitag

Best Exotic Marigold Hotel
UK 2011 - Regie: John Madden - 124 Min.
mit Judi Dench, Bill Nighy, Maggie Smith u.v.a.
Eine Gruppe britischer Senioren landet im „Best Exotic Marigold Hotel“ in Jaipur, Indien. Sie sind die einzigen Gäste des völlig heruntergekommenen Hotels. Im Verlauf des Films werden die Schicksale der einzelnen Hotelgäste miteinander verwoben.

Filmkasse und Café öffnen um 18 Uhr, der Film beginnt um 19.30 Uhr

 

 

 

"Wenn ich alle Gäste namentlich begrüßen wollte, stehen wir noch lange hier." scherzte der AMTV-Vorsitzende Peter Slama zu Beginn seiner traditionellen Eröffnungsrede, er wolle sich daher auf zwei besondere Gäste beschränken. Staatsministerin Aydan Özoguz und den Hamburger Staatsrat Christoph Holstein.

Aus Rahlstedt hatten sich Vertreter aus der Politik, den Vereinen und Verbänden, aus Sport, Kultur, Kirche und Seniorenarbeit, zusammengefunden. Menschen, die für ihren Stadtteil einzeln oder gemeinsam etwas erreichen wollen.

Peter Slama schlug in seiner Rede einen weiten Bogen von dem ungeschickten Umgang mit der Problematik des Dopings, über die ungenügende Sportförderung bis zu fehlenden Mitteln für Übungsleiter und Sportstätten. Daher war er auch sichtlich stolz auf die neue Halle des AMTV an der Stapelfelder Straße. "Wir hoffen, unsere Warteliste jetzt rasch abbauen zu können".

Slama nahm Bezug auf einen Artikel einer großen Hamburger Tageszeitung, der Ende letzten Jahres erschienen war und fragte seine Zuhörer "Muss sich Rahlstedt abgehängt fühlen?"

Nein, beantwortete er die Frage selbst und verwies auf die Wälder und Naturschutzgebiete, die zahlreichen, gepflegten alten Villen und das umfangreiche Sport- und Kulturangebot im Stadtteil. Zwar könne man noch mehr für die Jugend tun und habe auch noch immer kein Kino, aber abgehängt sei Rahlstedt nun wahrlich nicht. Und mit einem letzten Seitenhieb auf das noch immer fehlende Kulturzentrum schloss AMTV-Vorsitzende seine Rede.

Bilder: J. Seligmann

 

 

 

Alte Lackfabrik und marode Brücke bleiben Dauerbrenner

Im Oktober 2015 stellte der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) seine Planungen für die baufällige Brücke über die Wandse dem Regionalausschuss Rahlstedt vor.
Danach wolle man die Brücke gern ersetzen, müsse aber auf die Bodensanierung der alten Lackfabrik warten, da Teile der Brücke auf dem Grundstück der Lackfabrik lägen. So lange würde die Brücke jährlich auf Tragfähigkeit geprüft. Die Durchfahrt großer und schwerer Fahrzeuge würden durch Betonringe verhindert werden.



Die Betonringe erfüllen inzwischen nur noch bedingt ihren Zweck. Wie auf den Bildern von gestern deutlich zu sehen ist, wurden die Betonringe offenbar verschoben, dreien droht sogar ein weiteres Abrutschen. Damit können auch größere Fahrzeuge als PKW die Brücke passieren.

Und wenn wir auch keine Ingenieure sind und die tatsächliche Tragfähigkeit der Brücke nicht beurteilen können, besonders vertrauenerweckend sieht das Tragwerk derzeit nicht aus.



In derselben Sitzung im Oktober 2015 erklärten Vertreter der Behörde für Umwelt und Energie (BUE), die Bodenbelastung der alten Lackfabrik sei bekannt. Durch die Versiegelung der Fabrikfläche sei die Umwelt aber vor den Giftstoffen sicher, auch eine Verunreinigung der Wandse könne nicht nachgewiesen werden.
Die BUE wolle die Bodensanierung durchaus vornehmen, da es sich bei dem Fabrikgelände um Privatgrund handele, könne man aber nichts unternehmen. Die Sanierung müsse der Eigentümer bezahlen. Da die Sanierungskosten aber einen möglichen Verkaufserlös übersteige, haben diese nur geringes Interesse.

Damals erklärten die Behördenvertreter auch, der "Schutz des Grundstücks sei nach geltendem Recht ausreichend".

Bereits im März 2016 hatte der Bürgerverein dokumentiert, das von einem ausreichenden Schutz nicht die Rede sein könne. Weder Stacheldraht noch Absperrband konnte die Besucher am Betreten des Grundstücks hindern.

Wie weitere Bilder von gestern zeigen, ist auch der Stacheldraht die geringste Sorge von Besuchern, jetzt steht ja das Tor offen. Das kann selbst nach geltendem Recht nicht ausreichend sein.



Interessant in dem Zusammenhang ist, das der Regionalausschuss Rahlstedt sich seit fast einem halben Jahr um einen "Termin vor Ort" bemüht, um mit Vertretern der BUE und des LSBG die Vorstellungen der weiteren Planungen zu besprechen. Dies wurde von der Umweltbehörde abgelehnt, da aus deren Sicht kein neuer Sachstand vorläge.

Der Bürgerverein hat das Bezirksamt Wandsbek über die neue Situation informiert.

Bilder: J.-R. Wulff / J. Seligmann