50 Jahre Dankeskirche

1967 wurde in dem stetig wachsenden Quartier Rahlstedt-Ost die Dankeskirche geweiht. Architekt Friedhelm Grundmann (1925 - 2015) hatte die strenge Form des Ensembles (Kirche, Gemeindezentrum, Pastorate) entworfen.

Im Januar 1999 erfolgte die Fusion mit der Hohenhorster Trinitatiskirche in zur Ev. Luth. Markus-Kirchengemeinde Hohenhorst - Rahlstedt-Ost. Schon 5 Jahre später drohte dem 37 Jahre alten Kirchengebäude das Aus. Grund waren die hohen Betriebskosten, denen zu wenige Besucher gegenüber standen. Die Finanzierung war nur noch bis Ende 2004 gesichert.

Doch es regte sich Widerstand. Aktive Gemeindemitglieder gründeten einen Förderverein und brachten das fehlende Geld zusammen. Sie boten Veranstaltungen an, übernahmen die Pflege und organisierten den Küsterdienst. Nicht immer zum Wohlgefallen des Kirchenvorstandes.

Das scheinbar Unmögliche gelang. Der 2007 mit dem Rahlstedter Sozialpreis geehrte Förderverein Dankeskirche e.V. konnte den Erhalt des Gebäudes sichern und sorgt bis heute für eine lebendige Gemeinde. Dazu gehören auch die regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen.

Neben den Gottesdiensten dient die Kirche auch als Raum für Konzerte und Ausstellungen, oder als Versammlungsort für die Stadtteilkonferenz Rahlstedt-Ost. Im Gemeindehaus ist ein Kindergarten untergebracht, den Keller nutzen überwiegend die Mitglieder des Fördervereins. Die Pastorate wurden zu Jugendwohnungen umgebaut.

Eine Arbeitsgruppe plant seit einem Jahr das Jubiläum, welches mit vielen Veranstaltungen über das ganze Jahr gefeiert werden soll.

Bilder: Stadtteilarchiv

 

 

 

Zweiter Film aus der Reihe "Vergänglichkeit"

Einmal mehr hat sich gestern Abend gezeigt, das es durchaus einen Bedarf für ein Kino in Rahlstedt gibt. Wie schon im Januar war auch diesmal der Saal im Allegro fast vollständig besetzt. Viele neue Gesichter wurden an der Kasse wahrgenommen, ebenso wie die treue Stammkundschaft. Gehörten vor der kreativen Pause überwiegend Mitglieder der beteiligten Vereine zu den Besuchern, hat sich inzwischen der Verhältnis umgekehrt.



Das Gastronomie-Team hatte sich wieder etwas Besonderes einfallen lassen und verwöhnte die Zuschauer neben Getränken mit kleinen Geflügelspießen und Frühlingsrollen als Finger Food.

Und die Geschichte der Projektgruppe "FILM ab!" ist seit gestern um eine Anekdote reicher. Vor fast zwei Jahren drohte schon einmal Ungemach, da aufgrund einer Kommunikationspanne der Film nicht beschafft worden war.



Diese Mal war der Film zwar da, befand sich aber in den Händen des Beschaffers, der wiederum den gestrigen Termin nicht "auf dem Schirm" hatte. Während die hektische Anrufe allesamt auf der Mailbox landeten, bemerkte jemand seinen Irrtum und hetzte los. Die kleine Verzögerung wurde von dem Kulturmanager des Hauses, Nikolai Rosenberg, sprichwörtlich lässig überspielt. Er setzte sich an den Flügel im Saal und überbrückte die Wartezeit mit flinken Fingern. Etwas verspätet konnte der FILM ab!-Abend dann beginnen.

Bilder: J. Seligmann

 

 

 

40.000 Euro für die Nachbarschaftsmütter Hohenhorst

Zwei Projekte aus Rahlstedt erhalten Mittel aus dem Integrationsfond der Hamburgischen Bürgerschaft. Mit dem Fond soll die haupt- und ehrenamtliche Arbeit bei der Integration gefördert und gestärkt werden. Über die Vergabe der Mittel entscheiden die Abgeordneten der Bürgerschaft.

Für die Jahre 2017 und 2018 erhalten die Hohenhorster Nachbarschaftsmütter 40.000 Euro für ihre weitere Arbeit. Das Projekt, welches unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Aydan Özoguz steht, unterstützt geflüchtete Familien bei den vielen Problemen des Alltags, ob Behördenformulare, Arztbesuche oder Schulanmeldungen. Und es kommt den Frauen sicher zugute, das sie gemeinsam 14 Sprachen sprechen und so ihre Schützlinge auch wirklich verstehen. Träger des Projektes ist der Verein Erziehungshilfe e.V., der auch die Schulung der Frauen organisiert hatte.

Das zweite Projekte betrifft das Grundstück der Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer-Genossenschaft (ADSG) am Nydamer Weg. Darauf befand sich bis 2015 der zu der Wohnanlage gehörende Spielplatz. Aufgrund zu starker Beanspruchung wurden die Spielgeräte so stark beschädigt, das sie zu einer Gefahr für die Kinder werden drohten. Es folgte der Abriss.



Mit den Mitteln in Höhe von 120.000 Euro soll der Spielplatz noch in diesem Jahr mit robusten Spielgeräten wieder aufgebaut werden. Dazu sollen Mitarbeiter der benachbarten Flüchtlingseinrichtung gemeinsam mit den Nachbarn der Wohnanlage über Auswahl und Platzierung befinden.

Bilder: J. Seligmann

 

 

 

Gelungenes Comeback im ALLEGRO – Kulturraum Rahlstedt

Ein wenig nervös war das Team schon. Hat die lange Pause dem Projekt geschadet? Wie würde es am neuen Spielort sein? Kommt der ausgesuchte Film an? Und es war nicht gerade beruhigend, das kurz vor sieben noch immer kein einziger Zuschauer erschienen war.



Dabei hatte das Team von »Gabriel« sich sehr viel Mühe gegeben. Das Kulturcafé präsentierte sich einladend in hellen Farben, in der Küche war eine zum Film passende indische Suppe gezaubert worden, dazu gab es entsprechendes Gebäck. Fehlten nur noch die Besucher.



Dann plötzlich, wie ein heftiger Regenschauer, strömten die Rahlstedter durch die schmale Tür. Viele bekannte Gesichter, die Film Ab! die Treue gehalten hatten, aber auch zahlreiche neue Zuschauer. Als der Film dann begann, waren von den knapp 100 Plätzen nur noch ganz wenige unbesetzt.



Der Film Best Exotic Marigold Hotel erwies sich ebenfalls als eine gute Wahl. Die scharfzüngigen witzigen Dialoge lösten immer wieder Lachsalven aus, wobei das ernste Thema nie auf der Strecke blieb.



Sehr zufrieden über den gelungenen Neustart freut sich die Projektgruppe jetzt auf den Februarfilm Nokan, die Kunst des Ausklangs (am 24.02.).

Bilder: J. Seligmann