Zahlreiche Gesuche der Rahlstedter

Bei der gestrigen Sitzung gab es viel zu besprechen. Den Anfang machten, wie immer, die Rahlstedter Bürger in der öffentlichen Fragestunde.

Den Anfang machten Anwohner aus der Veltheimstraße. Sie hatten ihr Anliegen bereits als Eingabe an den Ausschuss vorbereitet.

Dabei geht es ihnen um die zukünftige Verhinderung von Unfällen im gesamten Wohnumfeld. Die Anwohner registrierten, dass ihre und auch die Nebenstraßen zunehmend als „Schleichwege“ genutzt werden. Das Tempo-30-Limit werde dabei „subjektiv betrachtet“ nur selten eingehalten.

Sie baten nun darum, die von ihnen vorgeschlagenen Lösungen zu prüfen.

Der Regionalausschuss nahm die Eingabe an, Dirk Meyer vom PK 38 stellte eine Messung in Aussicht.

Zwei weitere Anliegen wurden zu Eingaben umgewandelt bzw. sollen als solche behandelt werden. Zum einen ging es um das Regenwassermanagement in Meiendorf. Anwohner hatten ihre erneut überfluteten Keller dokumentiert. Ihrer Ansicht wird das Wasser nach einem Starkregen nur ungenügend abgeführt. Der Regionalausschuss wertete die Unterlagen als Eingabe und wird sich mit dem Thema befassen.

Bei dem zweiten Vorgang bat ein Anwohner zu erfahren, wie und wo er beantragen kann, dass für den Wiesenredder ein Durchfahrtverbot für Fahrzeuge über 7,5 t ausgesprochen wird. Er wurde gebeten, dies als Eingabe zu formulieren.

Mit den Eingaben ging es dann auch weiter. Vertreter der Fraktionen hatten sich zu einem Ortstermin auf dem Platz „Bei den Wandseterrassen“ getroffen. Gemeinsam wurde festgestellt, dass der vorgesehene Platz entlang der Einfassung des Platzes für eine Boule-Bahn ausreichend sei. Es ginge um Freizeitgestaltung und nicht um die Schaffung einer Spielfläche nach internationalen Wettbewerbsregeln.

Der anwesende Sprecher der Boule-Spieler bedauerte es sehr, dass aus seiner Gruppe niemand zu dem Ortstermin eingeladen wurde.

 + + + +

In einem Antrag wurde der zuständigen Behörde empfohlen, „im Bereich des Hauses der Wilden Weiden Möglichkeiten zur Müllentsorgung zu schaffen.“

„Viele Menschen erholen sich im Naturschutzgebiet Höltigbaum. Leider ist immer wieder zu beobachten, das entlang der Wanderwege Müll liegt. Nach §4, 1.Nr.17 der Verordnung über das Naturschutzgebiet Höltigbaum, ist es verboten, das Gelände durch Abfälle, Abwässer oder auf sonstige Weise zu verunreinigen.

Nicht nur Papier, sondern augenfällig auch gefüllte Gassibeutel werden weggeworfen. Dies ist besonders widersinnig, da die Hundehalter erfreulicherweise die Gassibeutel nutzen, um die Natur sauber zu halten, sie dann aber später in der Natur entsorgen.“ hieß es in der Begründung des Antrages.

Hier waren sich alle Fraktionen einig und stimmten dem Antrag zu.

 

weitere Themen:

Falschfahrer im Meiendorfer Weg

Mehr Busse in der Mecklenburger Straße

Parken im Wiesenredder

 

 

 

Regionalausschuss Rahlstedt 06.2017

Der Meiendorfer Weg ist eine der Straßen, die noch schnurgerade verlaufen. Zwischen der Kreuzung Nordlandweg und dem Volksdorfer Wald eine "feine" Rennstrecke, auf der keine lästigen geparkten Fahrzeuge stören.

Seit 2009 mehrten sich die Klagen der Anwohner. Fast alle Kinder aus dem so genannten "Komponistenviertel" müssen die Straße überqueren, da ihre Schulen auf der anderen Seite liegen. Ein Zebrastreifen wurde gefordert. Die lokalen Politiker aller Fraktionen bemühten sich um eine Lösung.

Im Februar 2011 ereignete im Meiendorfer Weg ein Unfall, bei dem ein parkendes Auto in einen Vorgarten geschleudert wurde. Glücklicherweise verletzte sich niemand, aber der Druck auf die Lokalpolitiker nahm zu. "Wann wird hier endlich gehandelt?" titelte der MARKT am 05.02.2011. Und tatsächlich, bereits November 2011 wurde die Planung für eine Sprunginsel angekündigt.

Ein Jahr später wurden die Entwürfe dem Regionalausschuss Rahlstedt vorgestellt. Damit möglichst viele Anwohner in die Diskussion eingebunden werden konnten, tagte der Ausschuss in der Schule Wildschwanbrook.

Im Sommer 2013 war die Querungshilfe, oder auch Sprunginsel, fertig. Doch nun ergaben sich neue Probleme, die seitdem den Regionalausschuss beschäftigen. Anwohner berichteten von Autofahrern, die trotz Verschwenkung geradeaus Richtung Volksdorf fuhren, auf der Gegenfahrbahn. Die Polizei wurde gebeten, dies zu prüfen, konnte die Hinweise der Anwohner aber nicht bestätigen.

In einem interfraktionellen Antrag bat der Regionalausschuss im November 2014, die Verkehrssituation erneut zu überprüfen und ggf. mit Hilfe von "Leitboys" zu entschärfen. Als besonders trügerisch wurde die Sicherheit betrachtet, die gerade Kindern auf der Sprunginsel vermittelt würde. "In der Annahme, dass offensichtlich ausschließlich eine Gefährdung durch entgegenkommende Fahrzeuge auftreten kann, wird völlig missachtet, dass ein Fußgänger beim Überqueren nur einer Fahrbahn bis zur Sprunginsel lediglich auf den von links kommenden Verkehr achtet und keinesfalls mit einem Fahrzeug von rechts kommend rechnet." hieß es in dem Antrag. Im Januar 2015 erhielten die Abgeordneten eine Antwort, mit einer Stellungnahme der Straßenverkehrsbehörde. Die Lage sei zu verschiedenen Zeiten geprüft worden, es bestünde kein Handlungsbedarf.

Ende März 2017 legte nun ein Anwohner in der Stadtteilkonferenz Meiendorf ein Videodokument vor, das zeigt, wie innerhalb von 45 Minuten 10 Fahrzeuge die Gegenfahrbahn Richtung Volksdorf benutzen. Das Material wurde der Polizei zur Auswertung übergeben.

In einem erneuten Antrag bittet jetzt der Regionalausschuss die zuständige Behörde, in Anbetracht der neuen Erkenntnisse die Lage neu zu beurteilen und geeignete Maßnahmen anzuordnen, die ein Falschfahren im Bereich der neuen Sprunginsel möglichst unterbindet.

Allerdings stellte sich während der Sitzung heraus, dass die Ereignisse den Antrag inzwischen überholte hatten. Wie Dirk Meyer vom PK 38 erklärte, seien aufgrund der neuen Erkenntnisse die „Leitboys“ bereits angeordnet. Der Antrag wurde daraufhin zurückgezogen.

Bilder: J. Seligmann / MARKT

 

 

 

Regionalausschuss Rahlstedt 06.2017

Im Februar 2017 waren die Planungen des Fachamtes Management im öffentlichen Raum (MR) im Regionalausschuss vorgestellt worden. Im April 2017 folgte dann eine öffentliche Planungsdiskussion.

Vor diesem Hintergrund bitten die Fraktionen der SPD und der GRÜNEN die Verwaltung um die Prüfung verschiedener Positionen:

- Verlegung der Bushaltestelle Richtung Bahnhof vor den Eingang des Einkaufzentrums (ca. 100 m)

- Herstellung der Barrierefreiheit für die Haltestellen in beiden Richtungen

- Verlegung weiterer Buslinien durch die Mecklenburger Straße

- Umbenennung der Haltestelle in RAHLSTEDT CENTER

- Anordnung der Mecklenburger Straße als Tempo-30-Zone

- Rückbau des Radweges und Herstellung als Gehweg

Die CDU-Fraktion stimmte im Wesentlichen dem Antrag zu, gab aber zu bedenken, dass eine Planung für die Mecklenburger Straße noch nicht vorgesehen sei. Bei den vorgesehenen Baumaßnahmen ginge es erst einmal um den Boizenburger Weg. Außerdem wird befürchtet, dass bei einer Verlegung der Haltestelle Richtung Bahnhof einige Bäume gefällt werden müssten. Auch die Umbenennung wurde kritisch gesehen. „Was ist, wenn der Betreiber das Einkaufszentrum in ein paar Jahren wieder umbenennt?“ fragte Regionalsprecher Jörn Weiske.

Der Antrag wurde vertagt.

Bilder: J. Seligmann

 

 

 

Regionalausschuss Rahlstedt 06.2017

Die Vorgänge in der Straße Wiesenredder beschäftigt den Regionalausschuss schon eine Weile. Bisher ging es immer um die Nutzung als "Schleichweg", der zunehmend auch von LKW genutzt wurde. Die Situation wurde von der Straßenverkehrsbehörde im Herbst 2016 mittels eines Verkehrsstatistikgerätes (VSG) überprüft. "Seitens des PK 38 wurden bei den durchgeführten Messungen keine Erkenntnisse über eine zu hohe Verkehrsbelastung durch Individual- bzw. Schwerlastverkehr gewonnen, die zu erweiterten polizeilichen Maßnahmen führten." hieß es im November 2016 in der Mitteilung an den Regionalausschuss.

In dem jetzt eingereichten Antrag der CDU-Fraktion geht es um parkende LKW. Diese beschädigen durch ihre Parkweise nicht nur die Gehwege, sondern auch Teile der Grünflächen. "Die Parkbuchten im tempobegrenzten Wiesenredder sind jedoch nur für PKW und Kleinlaster ausgelegt. Weil die parkenden LKW zu breit sind, ragen sie über die Parkbucht in die Straße, und damit in den fließenden Verkehr, hinein. Um dieses Problem zu umgehen, parken die LKW einseitig auf den Gehwegen. Dazu werden die Bordsteine überfahren." heißt es in dem Antrag.

Die Verwaltung wird nun gebeten, die parkenden Fahrzeuge und die entstandenen Schäden zu überprüfen.

Hierzu erläuterte Polizeikommissar Dirk Meyer vom PK 38, das bereits gegen einen der LKW-Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 150,- Euro erhoben worden sei. Parkende Wohnmobile seien aber erlaubt. Die Straßenverkehrsbehörde prüfe außerdem gerade, ob mit Spaltblöcken Abhilfe geschaffen werden könne.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Bilder: J. Seligmann