Gestern Abend tagte der Ausschuss zum letzten Mal in diesem Jahr. Überraschend viele Besucher hatten den Weg in den Sitzungssaal gefunden, ungewöhnlich lang war daher auch die öffentliche Fragestunde, die von zwei Themen beherrscht wurde.

Dassauweg – hier soll eine neue KiTa entstehen, in einem bestehenden Gebäude. Dieses steht laut BUND unter Denkmalschutz, was der Investor aber verneinen soll bzw. mit dem Denkmalschutzamt abgestimmt haben will. Jedenfalls sei dies so bei einer Veranstaltung mit den Anwohnern erklärt worden.

Darüber zeigten sich die Regionalpolitiker doch sehr überrascht, sie hatten zu der öffentlichen Veranstaltung keine Einladung bzw. auch nur einen Hinweis darauf erhalten. Zumal es nicht nur um die wichtige Umbauarbeiten ging, sondern auch um zu erwartende Verkehrsprobleme mit unbelehrbaren Helikopter-Eltern (siehe gleich auch den nächste Punkt).

Verschiedentlich wurde aus den Reihen der Politiker geäußert, man habe das Gefühl, der Investor versuche hier alle Beteiligten gegeneinander auszuspielen.

Es wurde beschlossen, dem in der nächsten Sitzung des Unterausschusses für Bauangelegenheiten auf den Grund zu gehen. Der tagt in der nächsten Woche (20.11.2019 – 18 Uhr – Sitzungssaal im Kundenzentrum). Die Fraktionen wollen sich dafür einsetzen, dass Besucher an der Klärung teilnehmen können. Das ist normalerweise aus Datenschutzgründen nicht möglich, hier seien aber die meisten Daten bereits allgemein bekannt.

Nienhagener Straße – seit Jahren ein Dauerbrenner im Regionalausschuss. Doch statt das die Situation sich dort allmählich bessert scheint es immer schlimmer zu werden. Auslöser ist die KiTa SterniPark am Ende der Straße, Ursache sind Eltern, die völlig hemmungslos die Straße morgens und nachmittags blockieren und auch, so die Anwohner, nicht davor zurückschrecken, vor und auf den Grundstücken der Bewohner zu parken. Verstärkt werden die Ärgernisse auch noch durch Lieferverkehr, da sich in dem Gebäude der KiTa die Großküche für die Dependancen von SterniPark befindet. Lebensmittel werden in großen Mengen geliefert, fertige Mahlzeiten abgeholt.

Der gestern anwesende Anwohner betonte mehrmals, dass es ihnen nicht um die KiTa selbst gehe, damit haben sie kein Problem. Für großen Unmut sorgen die rücksichtslosen „Liefer-Eltern“, an denen alle friedlichen Versuche abzuperlen scheinen. Man habe es mit persönlicher Ansprache versucht, verschiedentlich sei die Polizei vor Ort gewesen, um an die Eltern zu appellieren und man habe auch versucht, in Zusammenarbeit mit der KiTa-Leitung eine Lösung zu finden. Ohne Erfolg.

Die Regionalpolitiker wollen nun ihrerseits noch einmal einen Versuch unternehmen, diesen Konflikt zu entschärfen. Erste Ideen wurden schon geäußert, wie z.B. den Eingang der KiTa zu verlegen oder möglicherweise einen „Fußbus“ einzurichten. Da würden die Kinder außerhalb des Quartiers „angeliefert“ und zu Fuß von Erziehern und Eltern zur KiTa begleitet.

 

 

 

Mahnmal am Anny-Tollens-Weg verfällt weiter

Im Oktober 2013 wurden im Regionalausschuss Sicherungsmaßnahmen und eine Sanierung des Mahnmals beschlossen. Mit der Sanierung sollte auch eine Kommentierung des Mahnmals vorgenommen werden. Bis zu einer Einigung über den Text verständigte sich der Ausschuss auf die Absicherung.

Seit dem Sommer 2017 ist das Mahnmal mit einem schlichten Bauzaun gesichert, eine Sanierung wurde bisher nicht vorgenommen.

Mittlerweile sind wieder zwei Jahre vergangen, der Regionalausschuss hatte sich inzwischen auch auf einen kommentierenden Text geeinigt. Nach Information durch das Bezirksamt stand eine Instandsetzung für 2018 auf dem Plan. Der sichernde Bauzaun ist aber immer noch da und die Natur beginnt, sich diesen Platz zurückzuerobern.


Bilder: J. Seligmann

 

 

Theatergruppe t2c mit einem neuen Stück

Mit der ROSE VON EATON haben die jungen Leute einen weiteren Kriminalfall auf die Bühne gebracht. Dieses Mal ist der grausame Mord an der Verlobten von Lord Enderby, dem Earl of Eaton, zu klären. Der geschieht ausgerechnet am Abend der offiziellen Verlobung mit seiner angebeteten Mary Steward.

Der eilig herbei gerufene Inspector Gregory Home übernimmt mit seiner Assistentin Veronica Watson ("Wilson, Sir") die Ermittlungen im Haus am Eaton Place.

Verdächtige gibt es mehr als genug. Da wäre Lord Cedric Fauntleroy, dem Freund von Lord Enderbys Tochter Victoria, in dessen Leben nur die einmal im Jahr erzählte Kindheitsgeschichte von wirklicher Bedeutung ist und der offenbar etwas zu verbergen hat. Oder das Hauspersonal, die Hausdame Petulia Lark, der Butler James, die Pflegekraft Prudence Nightingale, die Gärtnerin Retsina Demeter und nicht zuletzt die Köchin Miss Oliver (die sehr unter ihrem Bruder Jamie leidet), sie alle sind nicht gut auf die Verblichene zu sprechen. Und dann ist da noch Lady Elisabeth, die Schwiegermutter von Lord Enderby.

Für den, nach eigenem Bekunden, genialen Inspector Home und Constable Wilson bedeutet das eine Menge Arbeit.

Ergänzt wird das zitatreiche Stück von Gesangseinlagen. Auch hier wird mit Anspielungen nicht gespart. »Candle in the wind« (Elton John), »I am what I am« (Gloria Gaynor), »Ein ehrenwertes Haus« (Udo Jürgens), »Yesterday« (Beatles) und ein Medley aus Songs der Comedian Harmonists sind nur ein paar Beispiele.

 

Ein sehr launiges Stück mit spielfreudigen Darstellern: sehenswert!

weitere Termine: Freitag, 15.11.2019 - 19.30 Uhr // Samstag, 16.11.2019 - 15 und 19.30 Uhr

im Gemeindehaus an der Trinitatiskirche, Halenseering 6

Photos: J. Seligmann

 

 

 

 

 

 

Am Dienstagabend hatte Ekkehard Wysocki zu einer weiteren Stadtteilkonferenz in die Dankeskirche eingeladen.

Auf der Tagesordnung standen u.a. der geplante Neubau am Hegeneck, das Klimakonzept des Bezirkes Wandsbek und der Status Quo beim Freibad am Wiesenredder.

Den Anfang machte der Projektentwickler Gudmundur Jónsson von der Firma Isaria. Seine Firma hat das Projekt, das inzwischen den Namen HegenCenter bekommen hat, übernommen und er erläuterte den Stand der Planung. Nach wie vor sind im Erdgeschoss Läden vorgesehen, darüber Wohnungen und auch Arztpraxen. An der bereits vorgestellten Planung seien lediglich Kleinigkeiten nachgebessert worden.

Wenn es keine unvorhersehbaren Verzögerungen gibt, rechnet Herr Jònsson im 4. Quartal 2020 mit dem Baubeginn und einer Fertigstellung zwei Jahre später.

Auf die Frage, wie es um die Nahversorgung während der Bauphase bestellt sei, betonte er, dass man sich des Problems bewusst sei. Es werde nach Lösungen gesucht, leider könne er aber noch keine Ergebnisse vorweisen.

Lena Knoop von der Firma OCF Consulting stellte in einem Kurzdurchlauf das Klimakonzept des Bezirkes Wandsbek vor. Dabei geht es u.a. um die Förderung von Initiativen, die sich mit dem Klimaschutz befassen, aber auch um das, was jeder einzelne tun kann. Hierfür sind umfangreiche Beratungsmöglichkeiten vorgesehen.

Auch der Bezirk selbst wird Maßnahmen ergreifen und sie nach Möglichkeit u.a. in ihren Liegenschaften umsetzen.

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Bilder: J. Seligmann