Der Vorsitzende des Regionalausschusses Rahlstedt, Helmut Buschick, eröffnete die Sitzung mit der Feststellung, das dies eine besondere Sitzung sei. Damit meinte er zum einen das kleine Jubiläum dieses Gremiums, das in dieser Legislaturperiode zum 25. Mal tagte, aber auch die Verleihung des Sozialpreises 2010.



Die diesjährigen Preisträger sind das Ehepaar Angelika und Horst Matzen von dem Verein »Computer Spende Hamburg e.V.«.

In ihrer Laudatio hob Bezirksamtsleiterin Cornelia Schroeder-Piller die beachtliche Leistung des Rahlstedter Ehepaares hervor. Über 570 gespendete Computer haben sie bisher an sozial schwache Personen weiterverschenkt.

Dies sei insofern besonders wichtig, betonte Schroeder-Piller, da Leistungen in Schule und Beruf sich immer mehr auch auf Computerkenntnisse stützten, sich aber viele Menschen die Geräte nicht leisten könnten.

Der Verein ist nach den Worten von Frau Schroeder-Piller in Deutschland einzigartig.
Der Bürgerverein Rahlstedt e.V. gratuliert dem Ehepaar Matzen zu dem verdienten Sozialpreis 2010.

Bilder: J. Seligmann

 

 

 

Aus reiner Neugier haben wir einfach mal nachgesehen, was sich hier so tut.
Viel ist noch nicht zu sehen, aber das liegt wohl am Wetter.

Bilder: J. Seligmann

 

 

 

Die alte Lackfabrik an der Wandse beschäftigt nun auch den Eingabenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft.

In ihrer Eingabe fordern die zwanzig Nachbarn und weitere 182 Rahlstedter Bürgerinnen und Bürger die Sanierung des mit aromatischen und Mineralöl-Kohlenwasserstoffen, darunter das krebserregende Benzol, sowie mit Schwermetallen belasteten Grundstücks und die Herrichtung als öffentliche Grünfläche, so wie es bereits seit 1969 vorgesehen ist. Sie weisen darauf hin, dass die Umweltbehörde noch 2006 die Sanierung angeordnet hatte, dann aber wieder davon abgerückt ist, wegen angeblich aktuell fehlenden Handlungsbedarfs. “Ich hoffe sehr, dass der Eingabenausschuss die Behörde zum Tätigwerden bewegen kann. Die Nachbarn brauchen eine verlässliche Perspektive, wie es mit dem belasteten Grundstück weitergehen soll”, sagt die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok. Und Ralph Miller von der Interessengemeinschaft Altrahlstedter Kamp ergänzt: “Seit der Schließung der Fabrik zum Jahreswechsel 2004/2005 ist vor Ort praktisch nichts passiert. Diesen Stillstand sehen wir mit großer Sorge.”



Auf dem Grundstück zwischen den Straßen Alt-Rahlstedter Kamp und Wandseredder, direkt an der Wandse gelegen, befindet sich das ehemalige Betriebsgelände der Firma Arostal Norddeutsche Lackfabrik Max Lichtenberg & Co. (GmbH & Co.). Das Betriebsgelände wird im Altlastenhinweiskataster als Altlast geführt. Die Lackfabrik wurde auf dem Grundstück zwischen Altrahlstedter Kamp und Wandseredder zwischen 1909 und 2004/2005 betrieben. Zuvor befand sich dort die 1646 erstmals urkundlich erwähnte Loher Wassermühle. Aufgrund ihrer historischen Bedeutung hat auch die archäologische Denkmalpflege ein grundsätzliches Interesse an dem Grundstück.

Bild: J. Seligmann

 

 

 

Start frei für den Bau des Community Centers Hohenhorst: Am 8. Oktober setzten Sozialsenator Dietrich Wersich, Bezirksamtsleiterin Cornelia Schroeder-Piller, Karin Schmalriede von der Lawaetz-Stiftung, Architekt Carsten Dohse und Barbara Petersen sowie Dieter Westphal als Vertreter des Stadtteilbeirates Hohenhorst den ersten symbolischen Spatenstich für die neue Mitte im Stadtteil.
Um die hundert Besucher – Projektbeteiligte sowie Stadtteilbewohner - waren der Einladung des Bezirksamtes und der Lawaetz-Stiftung gefolgt und strahlten mit der Sonne um die Wette.

Schon im nächsten Jahr wird im Grünzug am Regenrückhaltebecken der neue Treffpunkt im Stadtteil bezugsfertig sein. Das neue Stadtteilzentrum, bisher noch oft als „CCH“ benannt, wird eine zentrale Anlaufstelle für familienorientierte Beratungs-, Bildungs- und Betreuungsleistungen.
Hauptnutzer des Neubaus sind die alsterdorf assistenz ost gGmbh, die Elternschule Hohenhorst, die Erziehungshilfe e.V., die Quadriga gGmbh mit einem Gastronomieangebot sowie der Pädagogische Mittagstisch der Jugendgruppe Grunewaldstraße. Das Haus steht künftig allen Bewohnern mit einem vielfältigen Freizeit-, Bildungs-, Kultur-, Beratungs- und Gesundheitsangebot als neuer Treffpunkt im Quartier offen.



Senator Wersich betonte in seinem Grußwort den besonderen Charakter des Hauses: "Wir brauchen solche Zentren in der Stadt, die nicht nur wichtige Angebote für Menschen in allen Lebensphasen machen, sondern dadurch auch Menschen in der Nachbarschaftzusammenbringen."
Die Vorsitzende der Lawaetz-Stiftung und Bauherrin, Karin Schmalriede, dankte ausdrücklich der Bewohnerschaft und den lokalen Akteuren: „Denn diese haben für ihr Community Centergekämpft. Mein Dank geht auch an das Bezirksamt und die beteiligten Fachbehörden.

Der Bau des Community Centers Hohenhorst ist Ausdruck einer gelungenen Kooperation aller Beteiligten.“

Auch Bezirksamtsleiterin Cornelia Schroeder-Piller freute sich, dass Dank der großartigen Unterstützung noch im Jahr des 50jährigen Jubiläums mit dem Bau begonnen werden kann: „Mit dem Community Center entsteht ein Ort der Begegnung, an dem verschiedenste soziale Dienstleistungen miteinander vernetzt sind.“



Bis zur Fertigstellung bleibt die Zeit keinesfalls ungenutzt: So wird in Kürze vom Bezirksamt das Interessenbekundungsverfahren bezüglich der Dachträgerschaft ausgeschrieben. Die nächsten Schritte zur konkreten inhaltlichen (Angebots)Gestaltung des Hauses erarbeitet die steg Hamburg derzeitig unter starker Einbeziehung der Hauptnutzer. Insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit gewinnt nun zunehmend an Bedeutung. Es gilt ebenso einen Namen zu finden, wie interessierte Drittnutzer noch stärker einzubinden.

Text + Photo: Irina Ludewig (steg Hamburg)