Da staunte das Team der KinderFerienWoche nicht schlecht. Es lag doch tatsächlich Anfang 2019 die Anfrage eines renommierten Hamburger Forschungszentrums vor. Das „Kontinentale Institut für elementare Wasserordnung“ hatte Hinweise erhalten, dass sich in Hamburgs Osten Beweise für die Existenz von Atlantis befinden könnten. Da man selbst unter Personalmangel leide, wurde bei dem Team angefragt, ob es die Überprüfung dieser Hinweise übernehmen könnte.

Natürlich konnten sie das. Steht doch in Rahlstedt ein fast unerschöpflicher Pool an hochmotivierten jungen Forschungshelfern zur Verfügung.

Anfang Juli waren dann die Vorbereitungen abgeschlossen und 40 kleine Forscher hatten sich gemeldet, um bei der Suche zu helfen.

Doch ganz so einfach war es dann doch nicht. Zuerst mussten alle eine Forscherprüfung ablegen. Da wurde nicht nur Kraft und Schnelligkeit geprüft, auch Wissen, Auffassungsgabe und Geschicklichkeit waren wichtige Kriterien. Und die Fragen, wie Atlantis wohl ausgesehen hatte und wie es heute aussehen könnte, mussten behandelt werden. Das verlangte von allen höchste Konzentration, auch von den Küchenfeen, für die es keine Ausnahme gab.

Zwei Tage dauerten diese Vorbereitungen, dann konnte endlich dem ersten Hinweis nachgegangen werden. Die vom Institut gelieferten Koordinaten wiesen auf ein brach liegendes Gelände nordöstlich von Rahlstedt. Hier sollten Beweise für die Existenz von Atlantis vergraben sein. Es wurden ordentliche Grabungsfelder abgesteckt und sehr sorgsam mit den Ausgrabungen begonnen.

Eine kleine Schrecksekunde gab es dann kurz vor der Mittagspause. Ein Forschungsinspektor des „KIfeWo“ kontrollierte bei allen die Berechtigung, hier überhaupt forschen zu dürfen. Glücklicherweise konnten alle einen gültigen Forscherausweis vorzeigen, es war alles in bester Ordnung.

Weniger erfreulich war das Ergebnis der Ausgrabungen. Hinweise auf Atlantis wurden nicht gefunden, dafür aber Anzeichen auf Dinosaurier. Mit der mythischen Stadt hatte das eher nichts zu tun. Dieser Tipp war also eine Niete.

Da die Auswertungen des Instituts am nächsten Tag erst gegen Mittag zu erwarten waren, beschäftigten sich die kleinen Forscher mit wissenschaftlichen Experimenten rund um das Thema Wasser. Dabei staunte so mancher über die Macht dieses Elements.

Nach dem Mittagessen konnte es dann endlich weitergehen. Das Institut hatte weitere Daten übermittelt. Diese führten zu einem kleinen See mitten in Rahlstedt. Dort sollten Tafeln zu finden sein, die Angaben über den Verbleib von Atlantis liefern sollten. Mit ihren Booten machten die kleinen Forscher sich auf den Weg und spürten die Tafeln auf. Darauf befanden sich geographische Koordinaten, die nun ausgewertet werden mussten.

 

Am Freitagmorgen konnten alle Punkte auf einer Weltkarte eingezeichnet und miteinander verbunden werden. Die Linien kreuzten sich im Mittelmeer, ein weiterer Hinweis auf den Verbleib von Atlantis.

Das „KIfeWo“ war mit dem Ergebnis hochzufrieden. Die Tipps waren überprüft worden, auch wenn nichts auf Atlantis in Rahlstedt hindeutete, es aber einen neuen Hinweis gab, den es zu erforschen galt. Damit hatte man eine Menge Geld gespart und zur Belohnung den Rahlstedter Forschern ein Fest spendiert.

Diese ließen sich nicht zweimal bitten und präsentierten ihren Angehörigen Tanz und Gesang, Akrobatik und hochwertige Dekorationen.

Auch das Team der KinderFerienWoche war zufrieden. Alle hatten ihren Spaß gehabt, manche sogar noch etwas in der Woche gelernt und niemand hatte sich ernsthaft verletzt. Die üblichen Unfälle konnten mit Kühlpacks und Aua-Bonbons erfolgreich behandelt werden.

Notizen am Rande:

- zum ersten Mal waren die Teilnehmer nicht nur aus Rahlstedt und Umgebung, je einer kam aus Mecklenburg-Vorpommern bzw. Berlin.

- den Küchenfeen gelang es wieder einmal, trotz widriger Umstände, fünf Tage lang alle satt zu bekommen. Immer gab es etwas zu naschen (wenn auch nicht nur Gummibärchen).

Bilder: Team KiFeWo