In den kommenden Wochen wird Ihnen das Stadtteilarchiv des Bürgerverein Rahlstedt e.V. auf unserer Webseite ein Ratespiel präsentieren. Zu einem Foto aus Rahlstedts Vergangenheit werden wir Ihnen eine Frage stellen. Auf Ihre Antworten freuen wir uns. Die Auflösung erfolgt auf dieser Webseite. Ein Gewinner wird ausgelost. Zu gewinnen gibt es dieses Mal das Buch »Niedertracht in Hohenhorst«.

Das Foto des Tages:

Dieses Wohn- und Geschäftshaus hat um 1900 ein für die Entwicklung Rahlstedts sehr bedeutsamer Kaufmann und Mäzen erbaut. Mäzen, so würde man ihn heute nennen. Mindestens seit 1908, sicherlich vorher, war Haushaltswaren Sellmer dort ansässig. Das Foto von ca. 1919 zeigt das Geschäft von Hermann Möller, bekannt als „Eisen Möller“. Für Möller war dieser Standort nur eine Zwischenetappe. Jahrzehnte war das Geschäft dann in der Rahlstedter Bahnhofstraße 29, sie hatten in Rahlstedt einen hervorragenden Ruf.

Das Geschäftshaus kann man durchaus als kleines Einkaufszentrum beschreiben, mit den diversen Läden. Beispiele nenne ich Ihnen nicht, aus gutem Grund. Dieses Haus steht also irgendwo in Rahlstedt (Achtung, soll nur verwirren!). Für die Entwicklung Rahlstedts ist dieses Haus im Laufe der Jahrzehnte sehr einzigartig gestaltet worden.

Steffen Becker

Nun die Frage: Welchen Namen hat dieses Haus?

AUFLÖSUNG: Helgoländer Haus

Das Helgoländer Haus wurde von 1905 – 1908 von dem Kaufmann Edward Grube erbaut. Es steht in der Rahlstedter Bahnhofstraße 16. Das Geschäftshaus  in dem Jahrzehntelang zahlreiche in Rahlstedt bekannte Läden beheimatet waren und sind, befindet sich prominent im Ortskern.
1983 war für das Gebäude eine Zäsur. Die Amtsstraße sollte für die Zufahrt zum neuen Busbahnhof, später dann auch durch den Tunnel zum Doberaner Weg, verlängert werden. Dafür musste der mittlere und rechte Trakt des Hauses abgerissen werden.

Eine gewaltige Aufgabe, sollte doch die Anmutung des Hauses als „Helgoländer Haus“ mit dem Teilneubau erhalten bleiben. Und das ist, so finde ich, hervorragend gelungen.

Das Helgoländer Haus wurde 1985 eröffnet. Das Helgoländer Kirchenwappen ziert nun den linken, historischen, Teil des Hauses.  Der Name hat weiterhin Tradition, auch wenn eigentlich niemand weiß, aus welchem Grund dieses Haus diesen Namen trug und trägt.