Gestern Abend hatte der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek zu einer öffentlichen Diskussion in den Saal des Christophorus-Gemeindezentrums eingeladen. Diese war bei ersten Vorstellung der Pläne Ende November 2019 bereits angekündigt worden.

Zunächst wurde das Vorhaben den interessierten Besuchern in dem fast bis auf den letzten Platz besetzten Saal vorgestellt. Im Mittelpunkt der Planung steht die Aufwertung der Nahversorgung für das Quartier und der Bau weiterer Wohnungen. Der Kindergarten soll größer werden und viele begrünte Freiflächen sind vorgesehen, 30% der Wohnungen sollen öffentlich gefördert werden.

Im Anschluss an die Präsentation hatten die Besucher Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Daniel Gren vom Treffpunkt Großlohe wollte wissen, ob die geplante Einkaufspassage abends geschlossen ist. Dies würde dann bedeuten, dass Anwohner den Gebäudekomplex umrunden müssten, um zum Treffpunkt oder in den Park zu gelangen. Gerade für manche Ältere könnte das sehr beschwerlich werden.

Eine abschließende Antwort konnte man ihm noch nicht geben, es wurde aber versprochen, diesen Punkt in Planung mit aufzunehmen.

Eine Dame erkundigte sich nach den Parkplätzen, da ja durch die zusätzlichen Wohnungen der Bedarf steigen würde. Hier erklärten die Planer, dass die Stellplätze für den Supermarkt vollständig erhalten bleiben. Für die Fahrzeuge der neuen Bewohner ist eine zusätzliche Tiefgarage vorgesehen.

Kathi Wegner vom »Q8 Großlohe« präsentierte die Ergebnisse eines Workshops, den sie mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt hatte und übergab die Unterlagen dem Ausschuss.

Bilder: J. Seligmann

 

 

 

 

 

 

Die Sitzung in der Mensa des Gymnasium Rahlstedt eröffnete der Vorsitzende Jörg Meyer mit der Ankündigung, das Ausschussmitglied Nils Fellendorf (FDP) sein Amt niedergelegt habe. Sprecher der Fraktionen bedauerten diesen Schritt und es wurde auch die Vermutung geäußert, es könne mit den Vorgängen in Thüringen zu tun haben. Das veranlasste Dietmar Wagner (AfD), sich erneut über die ablehnende Haltung gegenüber ihm und seiner Partei zu beklagen.

Bild: J. Seligmann

Im Dezember 2019 hatte die Bezirksversammlung Wandsbek beschlossen, für den Bezirk fünf weitere Dialog-Displays anzuschaffen. In jedem Regionalbereich solle eines der Displays eingerichtet werden, womit der Auftrag an die Regionalausschüsse ging, je einen Standort zu benennen. Das behandelte der erste Antrag dieser Sitzung. Einstimmig wurde beschlossen, das Display für Rahlstedt im Wildschwanbrook installieren zu lassen. Dies solle im Bereich der Grundschule und KiTa stadteinwärts in der 30er-Zone geschehen. Den präzisen Standort würde man nach Rücksprache mit der Schule festlegen.

Der nächste Antrag behandelte die Sichtbarkeit des früheren Erschießungsplatz am Höltigbaum. Der wurde ebenfalls einstimmig beschlossen, löste aber auch eine erneute Klage von Herrn Wagner aus, der sich missverstanden fühlte.

Die nachfolgende Diskussion beendete Michael Ludwig (SPD) mit einem Zitat, welches dem deutschen Philosophen und Soziologen Theodor Adorno zugeschrieben wird: „Ich fürchte nicht die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.

Ein weiterer Antrag beschäftigte sich mit dem Abschluss der Bauarbeiten in der Rahlstedter Straße. Überraschend wurden hier Absperrgitter und rot-weiße Pfähle („Zuckerstangen“) gesetzt. Dies führe immer wieder zu Behinderungen. Einstimmig beschloss der Regionalausschuss, sich bei einem Ortstermin von der Verwaltung Sinn und Zweck der Maßnahme erklären zu lassen.

Bilder: C. Hansch

 

 

 

Am 27.12.1999 wurde der Verein „Förderung Rahlstedter Kinder und Jugendlicher (FRKJ)“ in das Vereinsregister eingetragen. Der gemeinnützige Verein unterstützt zahlreiche Projekte vor Ort. Beispielsweise die Anschaffung von Winterschuhen, Schulfeste für eine bessere Integration, Gewaltprävention, Wasserspender und Trinkflaschen sowie das Projekt Naturerfahrung (Wilde Weiden). Außerdem unterstützt der Verein einzelne Kinder bei Reisen.

Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens luden die Gesellschafterinnen der Parkresidenz Greve & Co., Honorarkonsulin Eva-Maria Greve und Waltraud Lange-Greve am 6. Februar 2020 zu einem Benefizkonzert in die Parkresidenz Rahlstedt ein.

Das schwungvolle Konzert wurde von der Band „Hot Reeds & Rhythm“ gestaltet. Die Mischung aus Classic Jazz und Caribbean Music kam bei den begeisterten Gästen sehr gut an. Die Erlöse des Abends werden in voller Höhe der Arbeit des FRKJ zur Verfügung gestellt.

Bild: J. Meyer

 

 

 

Erneut war die zukünftige KiTa am Schierhornstieg Thema bei der Stadtteilkonferenz. Dazu hatte Claudia Folkers die Betreiber SterniPark eingeladen, welche auch zusagten.

Architekt Christian Löwnau stellte zunächst das Projekt den Anwesenden vor. Es werde Umbauten geben und auch Sanierungen sind dringend notwendig. Dies geschehe in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt. Das Gebäude soll neben einem neuen Reetdach aber auch zusätzliche Fenster bekommen. Innen werden die Eingriffe deutlich massiver sein. Dies ist vor allem dem Regelwerk für KiTas geschuldet. Beispielhaft führte er den Brandschutz an, der bei (kleinen) Kindern grundsätzlich anderen Regeln folge als bei Erwachsenen.

Es war dem Architekten sehr wohl klar, was den Meiendorfern Sorge bereitet, daher legte er auch das von SterniPark beauftragte Verkehrsgutachten vor. Dabei betonte er ausdrücklich, dass die Gutachterin ebenfalls in Meiendorf wohne und daher die Begebenheiten genau kenne.

Christian Löwnau verwies zusätzlich auf die Parkplätze, welche auf dem Grundstück zur Verfügung stünden (von 19 Stellplätzen sind 7 für die Mitarbeiter vorgesehen) und führte den zunehmenden Trend an, kurze Wege auch mit dem Fahrrad zu erledigen. Er ginge davon aus, dass auch viele Eltern darauf zurückgreifen würden. Doch selbst die anwesenden Beamten vom PK 38 hatten ihre Zweifel. Das Gutachten sei zwar korrekt, die dargelegten Aussichten aber zu optimistisch.

Claudia Folkers fasste abschließend zusammen, dass für die verkehrliche Situation unbedingt eine befriedigende Lösung gefunden werde müsse. Zustände wie in der Nienhagener Straße gälte es dringend zu vermeiden. Sie betonte aber noch einmal ganz deutlich, dass eine weitere KiTa in Meiendorf ausdrücklich erwünscht sei.

Die Stadtteilkonferenz begrüßte den Vorschlag von Architekt Löwnau, sich mit dem PK 38 zusammenzusetzen, um über weitere Lösungen zu beraten.

Bilder: J. Seligmann