Aktuelles aus Rahlstedt - Kurz notiert

Appell an Bürgerinnen und Bürger !

Zu jeder Jahreszeit werden an Hamburger Gewässern vor allem Wasservögel gefüttert. Die Tiere sind schon derart dressiert, dass sie sofort herbeieilen, wenn sie Menschen am Uferrand erblicken. Diese Form von „Tierliebe“ oder „Vogelschutz“ hilft nicht, sie schadet eher:

— Da aufgrund der Fütterung zu viele Wasservögel den Lebensraum besiedeln, wird der gesamte Uferbewuchs abgefressen. Dies entzieht bestimmten Wasserorganismen den Lebensraum und mindert dadurch die Selbstreinigungskraft des Gewässers. Zusätzlich sinken überschüssiges Brot und Unmengen an Vogelkot auf den Grund, die dann durch Mikroorganismen abgebaut werden. Dieser Prozess verbraucht Sauerstoff, der den Tieren im Gewässer zum Überleben fehlt. Durch den Sauerstoffmangel sterben die Fische. Das Gewässer beginnt „umzukippen“.

— Liegengebliebene Brotreste an den Futterplätzen locken auch andere Tiere, wie zum Beispiel Ratten und Tauben an, die sich dort bequem mit Nahrung versorgen können und sich dadurch ebenfalls gut vermehren.

— Durch den Kot der Tiere entwickeln sich Infektionsherde von zum Beispiel Salmonellen, die zu schweren Erkrankungen bei Mensch und Tier führen können.

— Außerdem findet durch das Überangebot an Nahrung unter den Tieren keine natürliche Auslese mehr statt. Auch schwache und kranke Tiere können so überleben und tragen damit zur Überbevölkerung des begrenzten Lebensraumes bei.

Sie und Ihre Kinder sollten deshalb unbedingt die Futtermengen stark reduzieren und vom Füttern absehen, wenn erkennbar ist, dass an den Gewässern schon Brot verstreut wurde. Verschimmeltes Brot darf auf keinen Fall verfüttert werden, da es für die Tiere gesundheitsschädlich ist.

Am besten wäre es natürlich, wenn Sie auf das Füttern ganz verzichten. So helfen Sie, das empfindliche Gleichgewicht unserer Gewässer zu erhalten und Sie verhindern gleichzeitig, dass Ratten- und Taubenplagen entstehen.

Diesen Appell des Bezirksamtes Wandsbek, der nicht an Aktualität verloren hat, veröffentlichte DER RAHLSTEDTER im Dezember 2001.

Denn dieses Schild steht noch heute am Deepenhorner Ententeich.

Auch in diesem Jahr hatte die Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt zu ihrem traditionellen Wintermarkt eingeladen.

Die Besucher erfreuten sich an selbstgebastelten Weihnachtsschmuck, heißen Waffeln und Unmengen von Kaffee und Kuchen.

Wie viele andere gemeindliche Gruppen, leistete auch das Team des "Offenen Sonntags" mit seinem Glücksrad einen Beitrag. Seit drei Jahren spendet das Ehepaar Smitt die Preise, und sorgt so für einen der Höhepunkte des Wintermarktes.

Ebenfalls traditionell verbleibt die Hälfte des Erlöses in der Gemeinde. Die zweite Hälfte wird einem guten Zweck zur Verfügung.

Photos: J. Seligmann